Lachyoga stärkt die Resilienz

Unter Resilienz versteht man die Widerstandsfähigkeit gegen stressige Phasen, Situationen, und Umstände im Leben. Resiliente Menschen sind in der Lage, belastende Situationen unbeschadet zu überstehen, auch wenn sie länger andauern. Sie gehen nicht nur psychisch und physisch gesund aus ihnen hervor, sie werden soger stärker dadurch: Sie wachsen an den Umständen im Leben, die für weniger resiliente Menschen schädlich sind.
Die Resilienzforschung hat außerdem festgestellt, dass ein resilientes Verhalten nicht angeboren ist: Resilienz kann erlernt werden. In der Folge sind gezielte Resilienz-Trainings entwickelt worden. Nähere Information darüber, welche Aspekte in den von mir entwickelten Resilienztrainings enthalten sind, befinden sich in meinem Beitrag „Die acht Schlüsseln zur Resilienz“.

Schauen wir uns den ersten Schlüssel an, nämlich Lebensfreude. Hier gibt es eine sehr einfache und schnell wirksame Methode, die ich wärmstens empfehlen kann:

Lachyoga als Resilienz-Training

Lachyoga ist eine Methode, bei der es darum geht, absichtlich und ohne Grund zu lachen. Lachen hat erwiesenermaßen viele positive Auswirkungen, insbesondere dann, wenn es mit der dem körperlichen und psychischen Wohlbefinden zuträglichen Yoga-Atmung (Pranayama) kombiniert wird.
Einer von den positiven Auswirkungen des Lachyoga ist, dass es hilft, für Zeiten krisenhafter Lebenssituationen eine Basis an positiver Lebensfreude-Energie aufzubauen. So könnnen diese schwierigen Umstände leichter ertragen und bewältigt werden.
Resilienz bedeutet hier: Wer schneller wieder ins Lachen kommt, kann sich nach widrigen Lebensumständen, die nicht oder nur schwer zu beeinflussen sind, schneller wieder als proaktiv und selbstwirksam erleben. Denn eine positive Einstellung lässt mich leichter aktiv werden, statt in der Untätigkeit zu verharren. Und wenn bestimmte Dinge einfach nicht zu ändern sind, kann leichter mit ihnen leben, wenn ich lachen kann.

Leichtigkeit begünstigt resilientes Verhalten

Durch den spielerischen Ansatz des Lachyoga wird eine Grundstimmung von Leichtigkeit gefördert. Dadurch erscheinen manche Hindernisse und Widerstände kleiner und es können auch neue Lösungen und Verhaltensmöglichkeiten auf kreativ-spielerische Weise gefunden werden. Denn kindlich-spielerisches Verhalten fördert bekanntlich die Kreativität. Insofern sind im Lachyoga Indikatoren für Resilenz enthalten: Optimismus, Selbstwirksamkeit, Selbstverantwortung, Proaktivität, Selbstvertrauen, Kreativität u.a.

Fazit: Lachen und Yoga-Atmung fördern die Resilienz

Resilienz kann auch als der Wille zu überleben gesehen werden, als eine starke innere Kraft, die mich immer wieder auf die Füße bringt.
Lachen ist eine körperliche Aktivität, die sehr mit dem Atmen verwandt ist und stark mit ihm verbunden ist: Der gleiche Muskel, das Zwerchfell, ist maßgeblich an beiden körperlichen Vorgängen beteiligt. Das Atmen hat auf sehr unmittelbare Weise mit dem Da-Sein, mit dem Leben, mit dem Existieren zu tun. Hören wir auf zu atmen, leben wir nicht mehr. Folglich sind bewusstes Atmen und Lachen sehr lebensbejahende Atkivitäten. Das Einatmen führt dem Organismus den lebensnotwendigen Sauerstoff zu, das Ausatmen transportiert die verbrauchte Luft ab. Beim Lachen werden Glückshormone produziert. Durch vielfältige Muskelaktivität wird gleichzeitig das Herz-Kreislaufsystsem angeregt. Beide Aktivitäten, bewusstes Atmen und Lachen, sind gleichzeitig sehr entspannend und unterstützen eine körperliche und mentale Regeneration.
Wer Lachyoga regelmäßig praktiziert, fördert neben allen weiteren Auswirkungen eine entspannte und positive Grundhaltung, die ein wertvoller Beitrag zur Resilienz ist. Denn die positive Stimmung, die mit einer optimistisch-zuversichtlichen Einstellung einhergeht, begünstigt eine Stärkung der Resilienz.

Copyright by Alex Bannes 2015

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