Die Anti-Stresswirkung von Lachyoga

Lachyoga zu praktizieren macht nicht nur Spaß, es ist eine gute Vorbeugung gegen viele Erkrankungen und gegen Stress. Worin genau besteht die Anti-Stresswirkung von Lachyoga?

Stress und seine Auswirkungen

Stress ist mittlerweile der größte Feind unserer Gesundheit: Es gibt sehr viele Erkrankungen, die durch dauerhaften Stress verursacht oder verschlimmert werden. Ca. 80% aller Erkrankungen werden dazu gerechnet, u.a. Herz-Kreislauf-Probleme, hoher Blutdruck, Herzerkrankungen, Herzattacken, Arthritis, Asthma, Allergien, Diabetes, Krebs; chronische Müdigkeit, Panikattacken. Stimmungsschwankungen, psychologischer Stress, Depression, Schlafprobleme, Essstörungen, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür, schwaches Immunsystem, chronische Schmerzen, Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit Hyperaktivität (ADHS), Erkältungen, Grippe- und Viruserkrankungen, Kopfschmerzen, Migräne und Suchtkrankheiten wie Alkohol- und Drogenabhängigkeit.
Die Stressreaktion wurde im Zuge der Evolution geprägt: Als Ergebnis wird ein Cocktail von Hormonen und Neuropeptiden im Blut ausgeschüttet, um rasch auf einen Kampf oder die Flucht vorbereitet zu sein. Dafür wird die ganze Energie benötigt und andere Systeme folglich heruntergefahren, die in dem Moment der Kampf-/Fluchtaktivität nicht benötigt werden: Immunsystem, Blutkreislauf, Verdauungssystem und Sexualität. Die Muskelspannung steigt an, die Blutgefäße werden verengt.
Dies sind nicht bewusste Reaktionen des vegetativen Nervensystems, das zwei Funktionsweisen hat: den Sympathikus und den Parasympathikus. Bei Stress ist der Sympathikus aktiv, der Teil des Nervensystems der aktiviert und eine Kampf- oder Fluchtreaktion ermöglicht.
Problematisch ist nun, dass viele Menschen nur noch in der Sympathikus-Reaktion sind, also in einem regelrechten Dauerstress. Kurzfristig ist es sinnvoll, dauerhaft macht es krank, in dem Sympathikus-Zustand zu sein.

Lachyoga als Antwort auf Stress

Hier kann Lachyoga helfen, weil es wieder zur Entspannung, d.h. zum Hochfahren und Ermöglichen von Funktionen Systeme führt, die zum Zustand des Parasympathikus gehören: Entkrampfung, Entspannung, Verdauung und auch Sexualität. Bei anhaltendem Lachen werden Glückshormone ausgeschüttet (Endorphine), Botenstoffe wie Serotonin, Dopamin und diverse andere, die insgesamt dazu führen das wir uns wohl und gut fühlen. Lachyoga länger als 10 Minuten praktiziert bewirkt die Produktion von Wohlfühlstoffen, die körperlich und seelisch entkrampfend wirken.
Herzhaftes Lachen aus dem Bauch heraus bewirkt also genau das Gegenteil wie Stress: Während Stress Krankheit, Depression und Unwohlsein erzeugt, fördert Lachen Gesundheit, Wohlfühlen, Gelassenheit und Glück

Die drei Formen von Stress

Stress ist ein komplexes Phänomen und es kann hilfreich sein, drei Formen von Stress zu unterscheiden, um dadurch konkrete Hinweise auf Abhilfe zu erhalten:

Körperlicher Stress: Zuviel Arbeit, viele Reisen
Mentaler / geistiger Stress: Hauptgrund Zeitdruck
Emotionaler Stress: Problematische Beziehungen zu Menschen im privaten und beruflichen Zusammenhang.

Lachyoga sorgt dafür, dass alle drei Formen von Stress entschärft werden. Gleichzeitig ist es klar, dass man nicht alles „weglachen“ kann. Das ist auch nicht nötig, denn wenn jemand zu dem Schluss kommt, dass seine Hauptform der emotionale Stress ist, also die Beziehungen, so ist es natürlich neben den beziehungsfördernden Lachübungen sinnvoll, konkrete Maßnahmen zu ergreifen (z.B. ein klärendes Gespräch), um die Beziehungen zu seinen Mitmenschen zu verbessern.

Wie wirkt Lachyoga gegen Stress?

Da Lachen genau das Gegenteil von Stress bewirkt, werden durch Lachen die physiologischen und psychologischen Auswirkungen von Stress unterbunden.
Konkret heißt das, dass durch anhaltendes Lachen sehr schnell die chemischen Stressreaktionen gestoppt, also die Produktion von Stresshormonen (insbes. Kortisol) gemindert und die Herstellung körpereigener Wohlfühlstoffe angeregt (z.B. Serotonin). Die angenehme Wirkung kann tagelang anhalten.
Durch Stress werden Lernfähigkeit, Kreativität, Leistungsfähigkeit und Teamfähigkeit geschwächt, während Lachen all diese Kompetenzen stärkt und verbessert.
Lachyoga ist ein einfacher Weg zum bedingungslosen Lachen und eine sehr schnelle Methode, um das Stress-Niveau zu senken. Das ist für alle Menschen positiv, besonders wertvoll ist es jedoch für jene, die in stressigen Berufen oder in belastenden Beziehungen stehen.

Reicht es aus Lachyoga zu machen?

Nein. Im Falle von Dauerstress ist es hilfreich, Lachyoga einzusetzen, doch manchmal müssen die Stressoren auch durch Entscheidungen verändert werden: Es kann z.B. sein, dass bei Dauerstress auf der Arbeit ein Berufswechsel angesagt ist, ein „Nein“ ausgesprochen werden muss oder auch bestimmte Beziehungen, die Stress verursachen, beendet werden müssen. Dies ist im Einzelfall heraus zu finden. Über Lachyoga hinaus gibt es also manchmal noch mehr zu tun.

Eine aufbauende innere Kommunikation hilft

Es ist z.B. sehr bemerkenswert, dass Stress auch durch die innere Kommunikation beeinflusst wird. Wer positiv und konstruktiv innerlich mit sich spricht (= denkt), der hat weniger Stress als derjenige, der sich innerlich ständig durch Befürchtungen, Sorgen und negative Bewertungen in Alarmstimmung bringt,. Deswegen ist es wichtig, auch an der inneren Einstellung/Kommunikation etwas zu ändern, wenn man ein „Dauerstress-Patient“ ist. Hier kann ein Coaching hilfreich sein, dass dabei unterstützt, die innere Kommunikation und die eigenen Glaubenssätze konstruktiver zu gestalten.

Fazit

Lachyoga hilft gegen alle Formen von Stress und ist am wirkungsvollsten, wenn es von einer positiven Lebenseinstellung und Entscheidungen zur Verbesserung der persönlichen Lebenssituation begleitet wird. Umgekehrt unterstützt die Lachyoga-Praxis natürlich auch dabei, die Dinge positiver und leichter zu sehen.
Copyright 2013 by Alex Bannes

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